Porsche 911 S starten

Ein Dreh und die Benzinpumpe des Porsche 911 S 2.4 nimmt mit einem hochfrequentem Sirren ihre benzinfördernde Arbeit auf. Der Anlasser dreht mühelos das Schwungrad des 190 PS-Boliden. Nach einem kurzen indignierten Hüsteln ist der Motor mit einem hellen turbinenartigen Geräusch da.

Im Leerlauf ist die Klangkulisse mit dem Originalauspuff überraschend unaufdringlich. Jedenfalls so lange der Gasfuß sich zurückhält. Doch der Motor zeigt schon jetzt Präsenz. Mehr Turbine als Automotor. Mehr heiseres Brausen als Takten. Das ist der Porsche Sechszylinder der frühen Jahre. Die Maschine signalisiert klar, dass sie bereit für Unfug ist. Und sie ist spürbar – so in etwa wie ein Vorbeben. Das Hauptbeben dirigiert der Fahrer mit dem Gaspedal, das den S in 8,7 Sekunden auf 100 km/h bringen kann.

Der Schlüssel steckt links. Logische Erklärungen für diese Position gab es auch 1972 schon nicht mehr wirklich. Aber Porsche zieht das Zündschloss auf der linken Seite bis heute gnadenlos durch.

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