Werkstatt

Garagentag – Sonnenblenden in den Porsche 911 S einbauen

Jetzt sind auch die neu bezogenen Sonnenblenden endlich montiert. Eine einfache Sache. Das sollte man jedenfalls meinen. Schließlich sind beim Porsche 911 F-Modell die Halter der Sonnenblenden mit nur einer kleinen Blechschraube am oberen Rahmen der Windschutzscheibe festgeschraubt. Die Crux ist jedoch, dass die Sonnenblenden nach der Montage zu viel Spiel hatten und immer wieder von selbst herunterklappten.

Normalerweise lässt sich dieses Spiel mit zwei Schrauben regeln. Die sind in der Sonnenblende integriert und verengen beim Zudrehen die Röhrchen, die als Lager für die Metallstifte dienen. Das Problem: Die Schrauben oder gar Öffnungen für diese Schrauben hatte mein Sattler ganz offensichtlich „vergessen“. Ein weiterer Minuspunkt auf der erschreckenden Liste der Versäumnisse eines Sattlers, der sich in der Szene als Experte für Porsche Sitze und Innenausstattungen geriert. Doch zu dem Thema komme ich noch mal ausführlich wenn es darum geht, auf was man achten sollte, wenn man die Innenausstattung überarbeiten lässt.

Die Übergangslösung: Gewalt
Da ich die teuer bezogenen Augenschützer erst einmal nicht zerlegen wollte bzw. konnte, habe ich widerwilig Gewalt angewendet und die Röhrchen mit einer kleinen Schraubzwinge leicht zusammengedrückt. Das hat funktioniert – und die Sonnenblenden bleiben jetzt da, wo sie sein sollten. Erstmal. Eine endgültige Lösung ist das natürlich nicht.

Teilepreise Sonnenblenden – ganz vorsichtig!
Kurz hatte ich überlegt, die Halter der Targa-Sonnenblenden neu zu kaufen, weil die Stifte sich bei zwei Haltern herausgedreht hatten. Nach einem kurzen Blick in die entsprechenden Porsche Online-Shops, habe ich dann die Originale mit eine wenig Pattex geklebt und sehr vorsichtig wieder eingebaut. Die kleinen Plastik-Halter kosten nämlich über 40,– Euro! Das Stück natürlich. Vielleicht sollte ich doch irgendwann auf Käfer um- oder in die F-Modell Ersatzteilproduktion einsteigen.

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hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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