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KFZ Inspektionskamera (Endoskop) für den Porsche Oldtimer (Test)

Written by hansbahnhof

Nachdem ich jetzt mehrere Jahre immer mal wieder überlegt hatte, ob ich ein Endoskop zur Inspektion der Hohlräume im Porsche Oldtimer kaufe, habe ich mich aufgrund des unschlagbaren Preises und der beeindruckenden technischen Daten ausnahmsweise für ein chinesisches Produkt entschieden. Was heißt „Fehler“ auf Chinesisch?

Rost. Der Hauptfeind des Oldtimers – auch wenn der Oldtimer von Porsche stammt. Rost ist kalkulierbar, wenn man ihn sieht. Wenn man ihn nicht sieht, ist er aber besonders tückisch – zum Beispiel in Hohlräumen. Diesem Rost auf die Schliche zu kommen, bedurfte noch vor wenigen Jahren rabiater Methoden. Also eines Winkelschleifers. Heute kommt man Rost mit Hochtechnologie auf die Spur. Mit einem Endoskop. Oder wie die Hersteller es bezeichnen „KFZ Inspektionskamera“ bzw. „KFZ Inspektions Endoskop“.

Minimalinvasiv

Endoskope kommen in der Medizin zum Einsatz, wenn es um minimal invasive Eingriffe geht – also Operationen „ohne Winkelschleifer“. Das ist vielleicht auch der Grund, weshalb die Geräte meist höllisch teuer sind. Unter 1000 EUR spielte sich da bis vor einiger Zeit nichts ab. Dafür gab es dann Geräte mit Minimalauflösung und Minimalfunktionen. Günstige Alternativen bewegten sich qualitativ häufig im Bereich „nettes Spielzeug“ und waren aufgrund miserabler Kamera-Auflösungen und -Qualität nicht verwendbar.

Nachdem ich jetzt mehrere Jahre immer mal wieder überlegt hatte, wie und ob ich ein Gerät kaufe, um tiefere Einblicke in meine Neunelfer zu bekommen, habe ich in der letzten Woche zugeschlagen. Entgegen meiner sonstigen Neigung, hochqualitative Werkzeuge zu kaufen, habe  ich mich aufgrund des unschlagbaren Preises und der ziemlich beeindruckenden technischen Daten ausnahmsweise für ein chinesisches Produkt entschieden.

Digital Inspection Camera System

Das „Digital Inspection Camera System“, gibt es bei eBay von verschiedenen Anbietern als Noname-Produkt zu kaufen. Außerdem kann man es beim Elektronik-Versender Pearl unter der Phantasie-Marke „Somikon“ und anderen Billig-Elektronik-Anbietern kaufen.

Ich habe das System unter dem Namen „3,5“ LCD Endoskop 8,2mm Video Inspektions Kamera Inspektionskamera 3M Kable“ (Zitat) zum Preis  von 99,– EUR inklusive Versand gekauft. Es ist innerhalb von zwei Tagen gut verpackt bei mir angekommen.

Die einzige Entscheidung, die man bei dem Gerät für sich treffen muss, ist die Entscheidung für die Länge des flexiblen Kamerahalses / Schwanenhalses („Kable“ ;-). Den gibt es in verschiedenen Längen: 1,5 – 10 Meter. Ich habe mich nach einiger Überlegung für die Version mit 3 Meter Schwanenhals entschieden, weil der Porsche eigentlich in allen Hohlräumen gut zugänglich ist und eine Drei-Meter-Verlängerung ausreichen sollte.

What´s on the box is not quite in box würde ich sagen. Zum Beispiel 720p HD Video!

What´s on the box is not quite in the box würde ich sagen. Zum Beispiel 720p HD Video!

Was ist in der Kiste?

Das Gerät erreicht mich in einer Pappkiste mit buntem Aufdruck, die einen durchaus professionellen Eindruck macht. Nach dem Öffnen befinden sich Gerät und Gebrauchsanweisung (englisch und chinesisch) rüttelfest und stoßgeschützt in einem styroporartigen Weichschaum eingebettet. Das hat nicht die Qualität einer Werkzeugeinlage von HAZET und Co, aber angesichts des Preises kann man eigentlich nicht meckern.

In der Kiste befinden sich

  • das Handstück
  • der Schwanenhals mit der Kamera
  • der aufsteckbare Bildschirm
  • USB-Kabel, Videokabel und Anschlusskabel falls man den Bildschirm extern betreiben möchte
  • drei Aufsetzstücke (Magnet, Haken und überraschenderweise ein nirgendwo vorangekündigter Inspektionsspiegel – das ist ja eher selten, das im Paket mehr ist, als angekündigt…)
Das Herzstück ist bei einem Endoskop immer das Unauffälligste: Die Kamera. 8 mm Durchmesser hat das Ende des Schwanenhalses. Die LEDs sind sehr hell und dimmbar, was Sinn macht.

Das Herzstück ist bei einem Endoskop immer das Unauffälligste: Die Kamera. 8 mm Durchmesser hat sie am Ende des flexiblen Schwanenhalses. Die LEDs sind sehr hell und dimmbar, was Sinn macht.

Wichtig ist noch, was NICHT in der Kiste ist, aber benötigt wird.

  • 4 Batterien (AA) – ich setze natürlich Akkus ein
  • eine Micro-SD Karte bzw. Micro SDHC-Karte zum Aufnehmen von Videos und Fotos. Ich habe eine 32 MB Micro SDHC-Karte gekauft, die es mit SD-Adapter gibt. Damit passt der kleine Speicherriese ohne Adapter in das Endoskop und mit Adapter in viele Video- und Digicams. Nur falls ich das Endoskop mal leid bin. Preis von Karte und Adapter (Stand 12-2014) übrigens ca. 18,– Euro. Das geht.
    Das Gerät lässt sich auch ohne Karte betreiben, sozusagen im „Live“-Modus.

Zusammenbau

Das Zusammenstecken der Teile gestaltet sich einfach:

  • Batterien (4 Stück) in den Handgriff einsetzen
  • Micro SD Karte in ihr Fach unter dem Bildschirm einstecken
  • Bildschirm auf den Handgriff aufstecken bis er einrastet
  • Schwanenhals vorn festschrauben

Probleme dabei: Der Halter für die Micro SD Karte ist einfach nur eine Metall-Lasche. Die Karte hält dort drin zwar ganz gut, lässt sich aber leicht nach links und rechts verschieben. Der Funktion tut das keinen Abbruch. Die von mir gewählte 32 GB Transcend Micro SDHC wurde sofort erkannt und konnte ohne vorherige Formatierung genutzt werden.

Tricky war das Einführen der AA-Akkus. Anfangs dachte ich wirklich, ich hätte die falschen Akkus gewählt und müsste kleinere nehmen. Denn die Akkumulatoren sitzen extrem fest in ihrem Fach. So fest übrigens, dass man sie nicht mehr herausbekommt. Ich habe letztlich auf die silberne Kuchenzange der Großmutter der Frau zurückgreifen müssen. In der Werkstatt dürfte eine Spitzzange dabei gute Dienste leisten.

Haptik und Qualitätseindruck

Im direkten Vergleich mit anderen China-Importen macht das Gerät einen anständigen Eindruck, hat ein angenehmes Gewicht, liegt gut in der Hand und wirkt teurer als „knapp unter 100 Euro“.

Bis auf die Akkugeschichte und die Sache mit dem Kartenslot scheint alles gut verarbeitet zu sein. Der Kunststoff ist sicherlich nicht hochwertig, aber auch keiner von den ganz billigen. Nicht entgratete Teile oder schlechte Passungen sind nicht zu finden. Sogar ein Metallteil aus rostfreiem Stahl („Stainless Steel Shield“) wurde verbaut und schick am Handgriff verschraubt. Wozu das da sein soll, erschließt sich mir allerdings nicht.

Gut verarbeitet. Auch wenn  sich mir der Sinn des verschraubten Teils am Handgriff nicht erschließen will.

Sieht „heavy duty“ aus. Auch wenn sich mir der Sinn des verschraubten Teils am Handgriff nicht erschließen will.

Einschalten

Das Gerät wird durch Drehen des runden Knopfes am Griff eingeschaltet. Der Regler dient gleichzeitig als Einschalter und Dimmer für die Kamera-LEDs am Ende des Schwanenhalses. Beim Einschalten erscheint ein kurzer Begrüßungs-Screen und es erklingt eine nervige Fanfare, die man im Konfigurationsmenü ausschalten kann. (Halleluja).

Konfiguration

Im Konfigurationsmenü lassen sich Einstellungen für das Gerät sowie Einstellungen für die Betriebsmodi Video und Foto vornehmen. Am wichtigsten dabei natürlich aus meiner Sicht die hochqualitativen Auflösungseinstellungen, von denen ich mir mehr Details in den rostigen Tiefen der Porsche 911 Hohlräume versprochen habe.

Anständig verarbeitet: Hier die Menüknöpfe am Bildschirm und der Einschaltdrehknopf mit Dimmer für die LEDs am Kamerakopf

Anständig verarbeitet: Hier die Menüknöpfe am Bildschirm und der Einschaltdrehknopf mit Dimmer für die LEDs am Kamerakopf

Bildschirm

Das Endoskop hat einen Monitor, der wie oben beschrieben, aufsteckbar ist. Er kann aber auch (sehr praktisch!) mit dem beiliegenden Kabel an den Handgriff angeschlossen werden und erlaubt so den Betrieb des Monitors in einiger Entfernung vom Handstück entfernt. So kann man gut mit zwei Hohlraumforschern herumwerkeln. Einer führt die Kamera am Schwanenhals, der zweite schaut, was man so sieht.

Der Monitor ist ein sogenannter QVGA-Monitor mit einer ganz ordentlichen Bildschirmdiagonale. QVGA klingt super, bis man es mal googelt. Denn es bedeutet keinesfalls „besonders toller VGA-Modus“, sondern „Quarter VGA“. Das entspricht einer Auflösung von 320×240 Pixel. Zum Vergleich: Ein iPhone der ersten Serie hatte bereits 2007 eine Bildschirmauiflösung von 480 x 320 Pixeln. Oder um es kurz zu machen. Das ist nicht mehr zeitgemäß! Dementsprechend pixelig ist auch das, was der Monitor schwammig anzeigt. Ausreichend für Inspektionsarbeiten und die Erkennung von Rost ist das gerade noch. Spaß macht es aber nicht!

Sonstige Funktionen

Das Endoskop hat zusätzlich zu den LEDs am Kamerakopf eine sehr helle Taschenlampe am Griff eingebaut. Diese Lampe liefert viel Licht und kann die Orientierung im Dunkeln sehr erleichtern. Eine gute Idee.

Fotoqualität. Das Rauschen zwischen den Pixeln.

Für Reparaturarbeiten ist es natürlich super, dass das Endoskop Fotos schießt. Noch dazu in einer nominellen Qualität, die auch die Beurteilung von Details ermöglicht, nämlich mit einer Auflösung von 3 Megapixeln! Kein Vergleich mit einem aktuellen Smartphone aber wir sprechen ja auch von einer winzigkleinen Linse in einem KFZ-Endoskop.

Über die 3 Megapixel freut man sich, bis man mal ein Foto macht. Aber schaut selber. Hier sind die Ergebnisse in den drei verfügbaren Auflösungen. (Für die Originalfotos bitte auf das Vorschaubild klicken!)

Foto des Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 640x480 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop

Foto der Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 640×480 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop (Klicken für Originalgröße und -Qualität!)

 

Foto des Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 1600x1200 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop

Foto der Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 1600×1200 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop (Klicken für Originalgröße und -Qualität!)

Foto der Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 2048x1536 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop (Klicken für Originalgröße und -Qualität!)

Foto der Endoskop-Kamera mit einer Auflösung von 2048×1536 px bei schummrigem Raumlicht und voll aufgedrehter LED am Endoskop (Klicken für Originalgröße und -Qualität!)

Um ganz sicher zu gehen, dass die miserable Qualität nicht ausschließlich am Raumlicht lag, habe ich noch einmal ein Foto gemacht, bei dem die drei Autos unter Kunstlicht (Leselampe) sehr direkt und sehr hell von oben beleuchtet wurden. Die LED war hierbei ausgestellt!

Mehr geht nicht: Höchste Auflösung (2048x1536 Pixel) und Kunstlicht (Leselampe) von oben. Das ist das Ergebnis der Endoskop-Kamera.

Mehr geht nicht: Höchste Auflösung (2048×1536 Pixel) und Kunstlicht (Leselampe) von oben. Das ist das Ergebnis der Endoskop-Kamera. Die Farben stimmen. Die Qualität – naja.

Wer die drei Fotos vergleicht und sich das vierte ansieht, bekommt einen Verdacht: Hier wird hochskaliert bzw. interpoliert um „3 Megapixel“ Auflösung zu erreichen. Denn qualitativ unterscheiden sich die Fotos in den verschiedenen Auflösungen eigentlich nur in der Schwammigkeit ihrer Pixel.

Videoqualität. Nicht.

Einer der Hauptgründe für den Kauf des Endoskops war die selbst im Vergleich zum teuren und hochqualitativen Wettbewerb großartige HD-Auflösung der Videos.

Hier ist sie:

Auch hier habe ich bei schummrigem Raumlicht (eine Deckenlampe, nicht besonders hell, draußen Dezemberdunkelheit) und voll aufgedrehter Endoskop-LED gearbeitet.

Die Farben der Autos kommen überraschend gut rüber. So wird auch Rost in Hohlräumen wahrscheinlich gut erkennbar sein.

Von „HD-Qualität“ kann man angesichts des rauschenden und pixelnden Videos aber wohl nicht ernsthaft reden. Im Gegenteil scheint auch hier interpoliert zu werden. Und wirklich – nach intensivem Studium, der auf Englisch geschriebenen Bedienungsanleitung fällt mir ein Halbsatz auf, der so nicht auf der Kiste stand! Denn bei „Product Overview“ findet sich schwarz auf weiß in 4 Punkt-Schrift folgender Hinweis: „720P high definition for the videos (Through High-Quality Linear Interpolation)“. Aha.

Datenübertragung

Alles Standard bei der Datenübertragung. Hinter einer Schutzklappe aus Gummi, wie man sie auch von vielen Foto- und Videocams kennt, findet sich unter anderem ein Standard Mini-USB Port.

Mit dem beigelegten USB Kabel lassen sich die Dateien (Video und Foto) problemlos und schnell auf den PC oder Mac übertragen. Die Daten finden sich im einzigen Ordner „DCIM“ auf der Micro SD und werden unter dem Dateinamen DCIM sowie einer vierstelligen Nummer abgespeichert (Fotos). Die Videos im Format AVI landen mit derselben Dateibezeichnung auf der Speicherkarte.

Fazit

Das Digital Camera Inspection System eignet sich für Klempner oder für Messis, die immer mal wieder nach Rauschgifttütchen suchen müssen, die hinter irgendwelche Schränke gefallen sind.

Als ernsthaftes Endoskop kann man das Ding nicht bezeichnen. Für Oldtimer und andere KFZ kann man es auch nicht mit Spaß benutzen. Es handelt sich um eine Notlösung, die mit knapp 100 EUR nicht teuer scheint, aber den Preis eigentlich nicht wert ist.

Die Behauptung, es handele sich um ein Endoskop, das Video in HD-Qualität aufnehmen kann, ist schlicht falsch. Mit HD haben die schlimm aufgeblasenen Videos des Gerätes nichts gemein. Das gilt auch für die Fotoqualität. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es nicht gekauft.

Da ich kein großer Zurückschicker bin, werde ich es benutzen und an dieser Stelle mal berichten, wie lange es hält. Ich bin gespannt!

Das Fazit von Teil der Maschine habe ich mir mal praktischerweise von Google auf Chinesisch übersetzen lassen. Vielleicht hilft es!

(c) Google

(c) Google

Hinweis: Ich habe das Gerät bezahlt und nicht zur Verfügung gestellt bekommen.

P.S.:

Interessant übrigens, dass die Kundenbewertungen für das Gerät bei (ich sag jetzt mal nicht wo…) durchweg großartig sind und von guter Bildqualität sprechen. Vielleicht hatte ich ein Montags-Endoskop. Vielleicht aber auch nicht.

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

2 Comments

  • das Ding ist für den End arm.

    Leider ;))) habe ich mir auch so was gekauft. Nur eine Generation älter, damit können kaum unterschiedliche Farben wahrgenommen werden und als mein Vater anrief wir wollten mal in seinen neuen Königswellen Vierzylinder durch die Kerzenöffnungen schauen ob die Ventile und Laufbahnen noch OK sind war diese zu dick für das Kerzenloch.
    Fehlkauf auf ganzer Linie. Willkommen im Club.

  • Vielen Dank für Ihren Test und Testbericht!
    Nun ja, schade, dass die Kamera nicht hält, was sie verspricht. Die von Ihnen hochgestellten Bilder haben tatsächlich nicht annähernd HD-Qualität…
    Ich bin gerade auf der Suche nach einer Endoskop-Kamera und bekomme den Eindruck, dass man vielleicht doch bei den größeren und bekannten Herstellern bleiben sollte, da man dann zumindest erfahren würde, wenn die Geräte nicht in Ordnung wären…
    Allerdings frage ich mich, ob es tatsächlich notwendig ist, sich eine Endoskop-Kamera zuzulegen, denn so selten wie man sie wahrscheinlich braucht, scheint es mir doch sehr viel Geld.
    Ich wurde auf die Idee gebracht, mir einfach eine Kamera zu leihen.
    Auf diese Weise, habe ich zumindest das Gefühl, sichere ich mich gegen Fehlentscheidungen ab und gebe nicht allzu viel Geld aus. Außerdem: Warum kaufen, wenn sie nur bei mir zu Hause rumliegen würde?
    Vielen Dank auf jeden Fall nochmal für Ihren Testbericht. Ich finde so etwas bei Kaufentscheidungen ausschlaggebend!

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