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Mein Mann der Rennfahrer – Buchkritik

Written by hansbahnhof

„Da geht es ja gar nicht um Porsches“ könntet Ihr jetzt rufen. Und Ihr hättet Recht, denn Elly Rosemeyer-Beinhorn hat „Mein Mann der Rennfahrer“ bereits im Jahr 1938 geschrieben und damit Jahre bevor der erste 356er eine Straße unter die Reifen bekam. Aber ….

„Da geht es ja gar nicht um Porsches“ könntet Ihr jetzt rufen. Und Ihr hättet Recht, denn Elly Rosemeyer-Beinhorn hat  „Mein Mann der Rennfahrer“ bereits im Jahr 1938 geschrieben und damit Jahre bevor der erste 356er eine Straße unter die Reifen bekam.

Doch obwohl sie das Buch im Andenken an ihren Ehemann – den viel zu früh verstorbenen Bernd Rosemeyer – schrieb, taucht in Text und Bild regelmäßig jemand auf, den wir kennen. „Dr. Porsche“, wie er im Buch respektvoll genannt wird, hat Rennfahrerlegende Rosemeyer in seinen erfolgreichsten Jahren im Dienste der Auto-Union begleitet und war maßgebend am Erfolg des jungen Rennfahrers beteiligt.

Bernd Rosemeyer, Elly Beinhorn und Ferdinand Porsche nach einer Rekordfahrt des Rennfahrers bei der er auf der Autobahn bei Frankfurt/Main mit fast 390 km/h gemessen wurde. Quelle: http://www.bundesarchiv.de – Bundesarchiv, Bild 146-1989-015-35A / CC-BY-SA – Fotograf: Unbekannt

Zur Geschichte: Die Fliegerin und Der Rennfahrer

Elly Beinhorn lernt den zwei Jahre jüngeren Bernd Rosemeier im Jahr 1935 kennen. Der junge Rennfahrer interessiert sie nicht die Bohne. Doch Rosemeyer verguckt sich in Deutschlands bekannteste Fliegerin der dreißiger Jahre. Die Autorin schildert humorvoll, wie der umschwärmte Blondschopf ihr hartnäckig Avancen macht und sie innerhalb weniger Monate so weichkocht, dass sie in die Heirat einwilligt. Unter anderem – und das machte ihn mir sofort sympathisch – indem er der berühmten Afrikafliegerin einen Lötkolben schenkt. Aber lest selbst.


Bernd Rosemeyer so wie man ihn kannte und mochte. Auf drei Rädern fahren und trotzdem noch die „Coppa Acerbo“ gewinnen …

 

Alt, aber nicht veraltet. Persönlich, aber nicht sentimental

Das anrührend persönliche Buch ist trotz seines Alters lesenswert, weil Beinhorn unterhaltsam und kurzweilig schreibt. Für Autobegeisterte ist es außerdem deswegen interessant, weil die Geschichte des Automobilrennsports der dreißiger Jahre höchst lebendig geschildert wird. Nuvolari, Stuck und Carraciola sind nur einige der Akteure mit denen das Gespann Rosemeyer / Beinhorn beruflich andauernd zu tun hatte – und natürlich „der Professor“ – Porsche himself.

Bernd Rosemeyer starb am 28.01.1938 bei dem Versuch, mit seinem Auto Union Rekordwagen den kurz vorher von Rudolf Carraciola aufgestellten Geschwindigkeitsweltrekord zu brechen. Sein Wagen wurde von einer Windböe erfasst und überschlug sich. Rosemeyer war sofort tot.

Teil der Maschine Bewertung

Antiquarisch

Autor: Elly Rosemeyer-Beinhorn
Verlag: Deutscher Verlag, Berlin
Titel: Mein Mann, der Rennfahrer
Sprachen: deutsch
Mit zahlreichen zeitgenössischen Fotos. Eignet sich für: Geschichtsinteressierte, Anhänger des klassischen automobilen Rennsports, Flugbegeisterte, Romantische Motorköpfe. Das Buch ist auch antiquarisch bei Amazon erhältlich!

Aktuelle Ausgabe

Verlag: Herbig; Auflage: Überarb. und erw. Neuausgabe. (23. Januar 2009)

 

 

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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