Reisen Schottland 2012

Mit dem Porsche 911 S 2.4 nach Schottland 2012

Written by hansbahnhof

Hoffentlich hält die Kiste das durch. Das habe ich schon vor zwei Jahren bei unserer letzten Schottland-Tour gesagt. Doch der S hat uns trotz des völlig ausgenudelten Fiat (!) Zündschlosses, das die ganze Tour über am buchstäblichen kupfernen Faden hing, nicht verlassen. Bei deutlich über 2000 km Gesamtstrecke.

Und weil das Land so unglaublich porschetauglich ist – mal abgesehen vom Regen – fahren wir 2012 wieder hin. Es wird übrigens „die letzte Tour“ im S. Danach muss er auseinander und wird vorerst ein Dasein in Kisten und Kästen fristen. Restaurationszeit: 2 Jahre – wenn ich es optimistisch betrachte.

Schottland im Porsche 2012: Was wir geplant haben

Zuerst nach England. Uns lockt „Classics at the Castle“ in Hedingham (http://www.classicsatthecastle.com). Mich interessiert vor Allem die Frage: Was sind das für Engländer, die statt einem anständigen Rolls oder Jaguar E-Type ein Produkt der nicht wirklich überall beliebten Krauts fahren? Teil-der-Maschine berichtet.

Dann in unsere Lieblingsstadt Edinburgh, wo wir gerade die ersten Restauranttische reserviert haben. Das gehypte „21212“ (so heißt das Restaurant wirklich – http://www.21212restaurant.co.uk) macht leider ausgerechnet dann Ferien, wenn wir da sind – schade! Aber wir testen das neueröffnete „Jamie´s Italian“ von Jamie Oliver, das uns bereits in Glasgow 2010 positiv überrascht hat. Man stelle sich vor: Wir fahren nach Schottland, um zu einem Italiener zu gehen, dessen Rezepte von einem Engländer geschrieben werden. Rough guess: In der Küche steht ein Brahmane. Verkehrte Welt. Natürlich bleiben wir auch den großartigen schottischen Pubs treu – darunter dem „World´s End“ – trotz der Touristen und einigen unbekannteren.

St. Andrews die Zweite

In der Folge versuchen wir zum zweiten Mal St. Andrews anzuschauen. Da sind wir beim letzten Mal nicht einmal ausgestiegen, so hat es geregnet. Weitere Station ist Dunottar Castle (www.dunnottarcastle.co.uk) – angeblich die beeindruckendste Ruine Schottlands – und die haben wirklich eine Menge davon.

Zum Essen dann nach Stonehaven – kulinarisches Zentrum Schottlands – denn dort wurde er erfunden: Der  „Deep-fryed Mars-Bar“. Der muss mindestens so eklig sein, wie es klingt. Aber – die Frau will ihn testen. Natürlich auf Video. Für alle, die jetzt schlucken und auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ich habe selten im Urlaub so gut gegessen wie in Schottland! Das war für mich die erste große Überraschung und ist nicht ironisch gemeint. Liebe Franzosen – Ihr seid raus!

Cairngorms National Park im Porsche

Zum Ausspannen folgt dann der Cairngorms National Park, der größte schottische Nationalpark. Der Cairngorms ist eine Art begrünte Mondlandschaft. Die Bäume sind wahrscheinlich alle für Speere draufgegangen und stecken in verblichenen Engländern. Der Cairngorms National ist ein Tummelplatz für Fasane, Hirsche und kurvige Straßen. Porsche-Country.

Und weil uns das noch nicht reicht, geht es durch die Highlands bis an die Nordspitze von Schottland. Whale-Watching. Nicht wirklich, aber Papageientaucher hätte ich gemeinsam mit dem 911 gern auf einem Foto. Vielleicht lassen die sich mit einem Deep-Fryed Mars-Bar anlocken. Aber dann kriegen wir Ärger mit Greenpeace.

Danach an die Westküste

Wir fahren nach Tarbert und übernachten im Schloss. Wo sonst. Denn merke: Da, wo es in Schottland keine B&Bs gibt, gibt es immer noch ausreichend Schlösser und Ruinen. Was die Engländer halt so übriggelassen haben. Beim Durchlesen des Artikels fällt mir auf, dass dieser Post eine Tendenz zum Engländer-Bashing hat. Da kommt vielleicht der Wahl-Schotte in mir durch. Ansonsten liebe ich die Engländer. Sie haben die Savile Row, den Aston Martin und John Cleese erfunden.

Glasgow

Dann nach Glasgow. Weniger wegen der Stadt – ganz ehrlich – ich kenne noch schönere Städte. Aber das Essen ist dort unschlagbar. Das „Ubiquitious Chip“ steht natürlich wieder auf der Liste – Tischreservierung eingeschlossen. Außerdem essen wir in einer ehemaligen Kirche. Spooky.

Shopping und Roadbook

Dazwischen gibt es natürlich mal wieder einiges an Shopping zu erledigen. Darunter nicht zu vergessen das Barbour Outlet in Newcastle und der schottische Cashmere-Tempel Johnstons in Elgin, (http://www.johnstonscashmere.com). Whisky kaufen wir auch. Obwohl der in Deutschland billiger ist – das soll mir mal einer erklären.

Soweit zu den Plänen, die einmal wieder in monatelanger Kleinarbeit von der Frau bis auf den letzten Kilometer und die letzte schottische Ruine ausgearbeitet wurden. Simple Gemüter könnten jetzt auf die Idee kommen, es ginge hier allein ums Fahren und Fressen…… – sie haben leider Recht. Schottland wie kommen!

P.S.

Die Frau sagt, dass die Roadbooks 2010 und 2012 gegen eine Schutzgebühr von einer Flasche Whisky angefordert werden können. Das nenne ich Kapitalismus.

 

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

10 Comments

    • Am besten sind immer französische Roséweine – mit Whisky kriegst Du sie nicht wirklich. Ich entnehme Deinem Kommentar, dass Dein Kommen wahrscheinlicher ist, als vermutet (was uns freuen würde) – bis in zwei Wochen also!

  • Schade, daß neben Gepäck, Ersatzteilen / Werkzeug und diversen Mitbringseln kein Platz mehr im Ruud ist – ich würde sofort mitfahren – selbst auf die Gefahr hin, im Auto duschen zu können ……..
    Ich wünsche Euch diesmal trockeneres Wetter und freue mich schon auf die Reiseberichte !
    Anne

    • Hallo Anne, vielen Dank für die guten Wünsche und wir würden Dich auf jeden Fall mitnehmen! Grüße von hansbahnhof 😉

    • 1. Sonnenbrand: Hedingham Castle. 2. Sonnenbrand: Edinburgh heute. Wir haben unglaubliches Wetter und hochsommerliche Temperaturen. Tolle Aufnahmen auf Video!

  • Grosses KOMPLIMENT für die website, die Schreibe, die Aktionen.

    Da bin ich GERN in ZUKUNFT dabei.

    Beste Grüße aus Berlin,

    Christian

    912 coupé aus 1968, cocoabraun

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