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Mit Paul im Porsche auf dem Pass – A day in the Alps (Video)

Written by hansbahnhof

„Eine Pässetour mit dem Porsche-Oldtimer wollten wir immer mal machen“, meint Paul und fügt hinzu: „Ich habe eine sehr verständnisvolle Frau… .“ Doch Sohn (17) und Tochter (16) sollten und wollten auch noch mit. Was tun?

Die Lösung war ein Trailer, wobei Paul noch einmal betont, dass er längere Strecken im klassischen Porsche üblicherweise auf eigener Achse absolviert.

Bei der Auswahl des Ziels mussten Familien- und Porsche-Interessen verbunden werden. „Wir wollten wandern“, erklärt der Porsche-Fan, „und natürlich wollten wir Passstraßen fahren.“

Auf nach Tirol

Nach einem Ausflug zu Google Maps stand das Reiseziel schnell fest und der familiäre Autotransport startete Richtung Tirol, genauer in Richtung „Serfaus–Fiss–Ladis“. Das ist eigentlich eine Ski-Region – doch merke: Wo man schnell auf Brettern runterfährt, kann man auch gut auf Rädern hochfahren.

A propos Fahren. Das vor 35 Jahren restaurierte und schiefergraue 911 Coupé aus dem frühen Jahr 1965 wollte am Zielort zunächst nicht anspringen: „Wir hatten einen offenen Trailer gemietet. Da es auf der Hinfahrt aus Eimern geregnet hat, mussten wir den 65er erst einmal trocknen lassen“, erläutert Paul.

Große Begeisterung bei den Tirolern: Pauls 1965er Porsche 911 in schiefergrau.

Ein dickes Lob spendiert er der heimischen Werkstatt, die sich mit den originalen und seltenen Solex-Vergasern des frühen Elfers offensichtlich sehr gut auskennt.

Auf 3.000 Meter mit dem 65er Elfer

„Nachdem er dann lief, sind wir bis auf 3.000 Meter hochgefahren und der Elfer hat das trotz der schon sehr dünnen Luft begeistert mitgemacht.“ Nicht ganz ohne Pausen allerdings. Paul gibt zu, dass er dem 52 Jahre alten Zuffenhausener mit Blick auf das Thermometer durchaus auch mal Zwischenstopps gegönnt hat. Man soll es ja auch nicht übertreiben.

Da die Pässetour nicht undokumentiert bleiben sollte, musste natürlich Film-Equipment mit. Eine Drohne, meint Paul, habe er schon lange haben wollen. Keiner versteht das so wie ich.

Großartige Aussicht: Mit dem 65er Elfer in der Tiroler Bergwelt

Als Drohnenpilot bot sich ganz selbstlos Pauls Sohnemann an. Und damit sich sonst keiner langweilt, wurde auch die Restfamilie Teil der Filmcrew. Pauls noch bessere Hälfte übernahm das Begleitfahrzeug und seine Tochter kümmerte sich um die GoPro Actioncam.

Der Absturz

Das filmische Ergebnis sieht ein wenig aus, wie die Filme von Stefan Bogner („Curves“) und die ganze Familie gibt zu, von den Fotos und Filmen in „Curves“ nachhaltig inspiriert worden ist zu sein.

Dabei wäre das familiäre Filmprojekt bereits am ersten Drehtag fast gescheitert: „Da ist uns die Drohne abgestürzt und verschwunden“, erzählt Paul. Die Suche dauerte Stunden und das gute Stück musste dann mit schnell bestellten Ersatzteilen vom Online-Kaufhaus repariert werden. Was man so macht, im Urlaub.

Vier mal um die Kurve

Nach erfolgreicher Drohnenreparatur konnte das Familien-Filmteam dann drei Tage später Paul und dem 65er beim Serpentinenfräsen zuschauen: „Einige Kurven haben wir vier Mal gefahren, um wirklich gute Aufnahmen hinzubekommen. Da waren nicht immer alle Wanderer von begeistert.“

Doch insgesamt, meint Paul, habe man viele hochgereckte Daumen und staunende Gesichter gesehen. „Besonders die Holländer mit dem G-Modell haben ganz schön gestaunt, als wir mit dem 65er ganz oben auf dem Kaunertaler Gletscher auftauchten. Übrigens die höchste Bushaltestelle Österreichs.“

Treffen auf dem Pass. Pauls 65er trifft auf ähnlich ambitionierte aber etwas jüngere G-Modell-Brüder

Pauls kleiner Urlaubsfilm kann sich übrigens sehen lassen. Ganz besonders, wenn man berücksichtigt, dass es sich nicht nur um eine Familienproduktion, sondern auch noch um ein Erstlingswerk handelte: „Das war unser erster Film. Mein Sohn hat mehrere Tage dran geschnitten.“ Respekt.

Aber seht selbst, was dabei herauskommt, wenn man erfolgreich vier Köpfe mit Porsche- und Wanderbegeisterung nach Tirol schickt.

 

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Paul und sein Sohn sind fleißige Instagrammer und hier zu finden

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hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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