Porsche Oldtimer Fachbegriffe FAQ – Häufige Fragen

Aktualisiert am 01.10.2016

Gerade als Anfänger bringen einen die vielen Fachtermini und Spezialfragen rund um den Porsche 911 und 356 oft zur Verzweiflung. Ich werde daher mal an dieser Stelle versuchen, einige Fragen zu beantworten und Begrifflichkeiten zu erklären, auf die ich immer wieder stoße.

Für bekannte Marken rund um klassische Porsche 911 habe ich im Dezember 2014 eine eigene FAQ / Glossar aufgebaut, die Ihr unter „Porsche Oldtimer Marken FAQ“ findet.

Wenn Ihr einen Fehler findet freue ich mich über ein E-Mail an hansbahnofATteil-der-maschine.de

901 (Porsche 901)

Der Porsche 911 sollte eigentlich Posche 901 heißen und wurde unter dieser Bezeichnung 1963 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt. Die Umbenennung erfolgte zum Start der Serienproduktion Ende 1964 weil der französische Autohersteller Peugeot gegen die „0“ in der Mitte opponierte. Für die Intervention durch Peugeot gibt es übrigens weder bei Porsche noch bei Peugeot irgendwelche schriftlichen Unterlagen.

901 (901 Getriebe)

Das Porsche Getriebe mit der Bezeichnung „901“ war in allen Porsche 911 der Baujahre 1964 – 1971 verbaut. MIt dem Modelljahr 1972 (Herstellungsdatum ab Mitte 1971) brachte Porsche ein neues und stärker dimensioniertes Getriebe mit der Bezeichnung „915“ heraus. Das 901er Getriebe hatte den ersten Gang hinten links. Wer also einen Porsche 911 dieser Baujahre bewegen möchte, muss umdenken. Das Schaltschema wurde mit dem 915er Getriebe übearbeitet.

912 (Porsche 912)

Auch wenn es unlogisch klingt. Der 912 war keine Weiterentwicklung der Porsche 911, sondern die „kleinere“ Version des Elfers. Kleiner war jedoch nur der Motor, der 90 PS leistete und aus dem spätern Porsche 356 stammte. Zu Beginn hatte der 912 außerdem nur drei Instrumente (Porsche 911 = fünf Instrumente) im Armaturenbrett. Der 912er war insbesondere in Amerika sehr erfolgreich und wurde wegen des günstigen Preises anfangs häufiger gekauft, als der teure Porsche 911. Auch heute bekommt man mit dem 912 einen günstigen Porsche, dem aber natürlich der gloreiche Sechszylinder Boxer Sound fehlt. Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass zwar der Wagen relativ günstig zu bekommen ist, Ersatzteile aber preislich auf Porsche 911 Niveau liegen. Kein Wunder – schließlich sind die Autos nahezu gleich aufgebaut. Befürworter des Porsche 912 loben dessen Leichtigkeit und ausgewogeneres Fahrverhalten gegenüber seinem teuren Bruder 911. Dieser Effekt ergibt sich ausschließlich aus der Tatsache, dass die Vierzylinder-Maschine des 356 deutlich leichter ist und kleiner baut, als der verhältnismäßig große und schwere Sechszylinder Boxermotor im Porsche 911.

914 (Porsche 914 / VW Porsche / Volksporsche)

Der Porsche 914 oder „VW Porsche“ war ein Mittelmotor-Sportwagen von Porsche, der in den Jahren 1969 bis 1976 angeboten wurde. Der Wagen hatte zu Beginn eine Basismotorisierung von 80 PS, und wurde von einem VW-Motor angetrieben.

914 / 6 (Porsche 914 /6 / VW Porsche 914 / 6)

Den 914er Porsche gab es auch in einer Version mit dem kleinsten Motor des Porsche 911. Der Wagen war im Vergleich zum Standard 914 sehr teuer und kaum billiger als ein Porsche 911 weshalb er selten verkauft wurde. Experten sagen, dass seine Fahrleistungen im Vergleich zum Elfer besser waren und sind. Der Porsche 914/6 ist heute der begehrteste und teuerste Porsche 914 und ein gesuchtes Sammlerstück.

915 (915 Getriebe)

Das 915er Getriebe wurde in Porsche 911 ab dem Modelljahr 1972 eingebaut. Das bedeutet, dass man es in allen 911 F-Modellen der Baujahre ab Mitte 1971 findet. Es war im Vergleich zum „Ur-Getriebe“ des Porsche 911 stärker dimensioniert und hatte ein Standard-Schaltschema, wie wir es von modernen Autos heute kennen. Der erste Gang war also vorn links. Das 915er Getriebe wurde erst Ende der achtziger Jahre vom „G50“ Getriebe abgelöst, dass in die späten Porsche 911 G-Modelle eingebaut wurde.

Porsche 916

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Ausstellfenster (Dreiecksfenster)

Bei frühen Porsche 911 waren die dreieckigen kleinen Fenster in Fahrer- und Beifahrertür zu öffnen. Dafür musste man einen Riegel lösen und konnte dann das oben und unten auf einem Dorn befestigte Ausstellfenster … ausstellen – was sonst. Der Vorteil dieser Fenster war, dass sie den Wageninnenraum auch bei heißen Temperaturen enorm schnell abkühlen konnten. So lange der Wagen fuhr natürlich. Die Ausstellfenster wurden jedoch (aus Kostengründen?) noch in den sechziger Jahren beim Porsche 911 Coupé durch feste Dreiecksfenster ersetzt, die sich nicht mehr öffnen lließen. Beim Porsche 911 Targa wurden die Ausstellfenster bis in die Siebziger beibehalten. Neben der excellenten Lüftung des Innenraumes hatten die Ausstellfenster einen weiteren Vorteil  – allerdings nicht für Porsche-Besitzer. Ein Porsche 911 mit Ausstellfenstern kann deutlich schneller und unauffälliger durch Aufdrücken des Ausstellfensters geknackt und geklaut werden.

Batterien – warum haben frühe Porsche 911 zwei Batterien

Porsche 911 Urelfer ab Modelljahr 1969 haben zwei Batterien, die sich vorn im Wagen links und rechts in den Kotflügeln befinden. Die Batterien sind vom Kofferraum (beim Porsche natürlich vorne) zugänglich. Die beiden Batterien waren eine der Maßnahmen um die Hecklastigkeit der frühen Porsche 911 Modelle zu verringern und mehr Gewicht auf die Vorderachse zu bringen.

Bremskraftverstärker / Servolenkung – Hat ein alter Porsche das?

Nein. Bremskraftverstärker und Servolenkung wurden später im G-Modell eingeführt. Bei allen Porsche 911 vor 1973 müssen Mann und Frau noch selber treten.

Cabrio – Gab es Cabrio-Versionen des Porsche 911 in den Jahren 1965 bis 1973?

Gab es vom Urelfer auch Cabrios? Oder gab es nur den Targa als offene Elfer-Alternative?
Hier findet Ihr mehr zum Thema  Porsche 911 / 901 Cabrio

Cookiecutters (amerik. „Plätzchenausstecher“) – Porsche-Felgen

Cookiecutters ist die amerikanische Bezeichnung für die im Modelljahr 1973 bei Porsche eingeführte ATS Alufelge. Die neue Folge konnte die beliebten Fuchs-Felgen nicht ablösen.

Porsche-Diesel Motorenbau GmbH (PORSCHE Diesel)

Hersteller der prägnant roten Porsche Trecker (Junior, Standard, Super, Master), die zwischen 1956 und 1963 gebaut wurden. Die hübschen Trecker erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Sammlern und erleiden zurzeit das Schicksal ihrer Sportwagenbrüder: Überrestauration…

Edelstahl Porsche 911

Gab es den Porsche 911 auch mit Edelstahl-Karosserie? Ja – gab es! mehr

Entenbürzel (Ducktail)

Der Entenbürzel (engl. „Ducktail“) war Standardausstattung am Porsche 911 2.7 RS – dem teuersten Urelfer auf dem Markt. Er war der erste serienmäßig montierte Heckspoiler an einem deutschem Auto.

Fälschungen – Gefälschte Porsche 911

Natürlich gibt es gefälschte Porsche. Der wohl meistgefälschte frühe Porsche 911 ist der Porsche 2.7 Carrera RS, dessen Entenbürzel („Ducktail“)  Porsche- und Renngeschichte schrieb. Manche Experten behaupten, dass es weltweit drei RS pro Fahrgestellnummer gibt. Aber auch andere begehrte Modelle wie der 911 S in der Ölklappenversion oder frühe Porsche 911 von 1964 / 1965 sind mit einfachsten Mitteln zu fälschen. Wer so ein Auto kaufen möchte, sollte einen echten Experten bei der Hand haben.

Ferrari Sportsitze

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Fuchs-Felge

Die berühmte Fuchs-Felge wurde erstmals 1966 am Porsche 911 S 2.0 verbaut. mehr

F-Modell / G-Modell Unterschied

Was ist der Unterschied zwischen den Porsche F-Modellen und den Porsche G-Modellen? mehr

F-Modell – Umrüstung auf G-Modell

In den Achtzigern wurden sehr viele F-Modelle aus den sechziger und siebziger Jahren auf die damals „modernere“ G-Modell Optik mit Faltenbalgstoßstangen und häufig auch G-Modell Innenausstattung umgerüstet. Wer ein solches umgerüstetes F-Modell erwirbt hat einen Haufen Arbeit für die Rückrüstung vor sich. Das geht schon bei den unterschiedlichen Kotflügeln vorn los und endet noch nicht beim Erwerb originaler F-Modell Stoßstand und (teurer!) Teile für die Innenausstattung. Der Aufwand und die Kosten lohnen sich nur bei sehr sehr seltenen F-Modellen wie frühen Porsche 911 S, 2.4 Liter Porsche 911 S oder frühen Coupés von 1964/1965.

G-Modell – Umrüstung auf F-Modell (Backdating)

Rüstete man in den Achtzigern F-Modelle zu G-Modellen „hoch“, passiert heute das Gegenteil. Über Sinn und Unsinn dieses „Backdatings“ lässt sich streiten. Fakt ist, dass Ihr ein Auto bekommt, dass Euch nicht viel weniger als ein normales F-Modell kostet, kein Stück verlässlicher sein wird und im Verkauf später seinen ursprünglichen Anschaffungspreis kaum noch wert ist. Denn der Markt für solche Bastarde ist überschaubar. Fakt ist außerdem, dass niemand zu sagen wird: „Hey super – ein echtes GF-Modell!.“ Es gibt keinen rationalen Grund für sowas.

Garnierleisten

Garnierleisten sind die dicken Leisten, die sich im Porsche 911 unterhalb der Fenster befinden, also die Dinger auf denen der Unterarm aufliegt, wenn man mit offenem Fenster fährt. Es gibt im klassischen Porsche 911 vier Stück davon – zwei an den Vordertüren und zwei unterhalb der hinteren Seitenfenster beim Coupé bzw. unterhalb der Targascheibe auf Höhe der hinteren Sitze beim Targa. Die Garnierleisten bestehen in der Regel aus geschäumtem Kunstoff (vorn) oder Metall (hinten) und sind mit Kunstleder passend zur Innenausstattung bezogen. Beim Urelfer fast in der Regel in schwarzem Kunstleder. Ausnahmen gab es bei den ganz frühen Modellen in den Sechzigern (Garnierleisten teilweise auch in Innenausstattungsfarbe – z.B. knallrot).

Geburtsurkunde

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Grüne Instrumente

Die von Porsche in den frühen Modellen verwendeten VDO-Instrumente (z.B. der Tachometer) haben schwarze Skalen mit grünen Ziffern und einen Chromrand. Später wurden diese „grünen“ Instrumente mit weißen Ziffern von schwarzen Ziffernblättern, weißen Zahlen und schwarzen Zierringen abgelöst.

HLS (Porsche HLS)

Im Jahr 2014 aufgetauchter Prototyp (?) für ein großteils aus Aluminium gefertigtes Porsche Rennsport-Coupé.
Die bekannt-gewordene Geschichte dahinter gebe ich hier so wieder, wie sie im Internet kolportiert wird: Der Porsche HLS wurde 1966 vom Designcenter der Uni Aachen konzipiert und gebaut. Das Auto basierte auf einem 2.0L Porsche 911 und hatte ein vollständig nach vorn aufklappende Cockpit-Kanzel. Das froschgrüne Konzeptfahrzeug wurde nach seiner Konstruktion für die nächsten vierzig Jahre bei einem Lackierbetrieb abgestellt und geriet in Vergessenheit. 2014 wurde es von einem Wuppertaler Porsche-Oldtimer Händler gekauft. Es wird 2015 auf der Oldtimermesse Techno Classica in Essen zu sehen sein und soll danach restauriert werden. Ein Bericht über den Fund und die Geschichte ist bei Classicdriver nachzulesen. http://www.classicdriver.com/de/article/autos/diesen-porsche-911-mit-klappdach-kennt-nicht-einmal-google

Höchstgeschwindigkeit Porsche 911 – Wie schnell fährt ein Porsche 911?

Die ersten 911er fuhren im Jahr 1964 bereits 210 km/h. Ein für damalige Verhältnisse beeindruckender Wert, der mit 130 PS und einem 2 Liter Boxermotor erzielt wurde. Die schnellsten Urelfer sind der ab 1971 gebaute Porsche 911 S 2.4 mit 190 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h sowie der ab 1972 gebaute, legendäre Porsche 911 2.7 RS mit 210 PS und einer offiziellen Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.

Houndstooth (amerik.)

ist der amerikanische Begriff für das von Porsche für die Sitze verwendete Pepita-Muster – mehr

Junior (Porsche Junior)

Trecker von Porsche.

Kardex

Der Kardex ist eine Papier-/Pappkarte. Im „Kardex“ wurde von Porsche für den amerikanischen Markt der Auslieferungszustand inklusive Sonderausstattung (Standheizung, Schiebedach, Sportsitze etc.) festgehalten. Außerdem sind in diesem Dokument der erste Eigentümer namentlich vermerkt und die ersten Inspektionen nach Auslieferung festgehalten. Gut ausgefüllte Kardexe sind ein wesentlicher Bestandteil zur Dokumentation eines Porsche Oldtimers. Sie sind auf offiziellem Weg nicht zu bekommen und werden „unter der Hand“ in der Szene gehandelt. Die Porsche Geburtsurkunde, die von der Porsche AG auch heute noch erhältlich ist, enthält wesentlich weniger Informationen als der Kardex.

Klimaanlagen in frühen Porsche 911

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Le Mans

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Longhood (amerik.)

Die Amerikaner bezeichnen die frühen Porsche 911 zwischen 1963 und 1973 (F-Modelle / Urlelfer) als „Longhood“ (Lange Haube). Grund ist die Kürzung der Kofferraumhaube durch Porsche beginnend mit dem G-Modell ab 1973.

Master (PORSCHE Master)

Trecker von Porsche.

Matching Numbers

demnächst

MFI

Im Porsche 911 wurde eine der ersten Benzineinspritzungen überhaupt eingesetzt. Die Amerikaner kürzen die Einspritzanlage der Firma Bosch mit dem Kürzel „MFI“ ab. Das steht für „Mechanical Fuel Injection“.

Modelljahr / MJ – was bedeutet das beim 911er Porsche?

Das Baujahr eines Porsche 911 unterscheidet sich manchmal vom Modelljahr. Schuld daran sind die Porsche Werksferien. So ist ein Porsche 911 Ölklappe, der im Oktober 1971 gebaut wurde (das ist nach den Werksommerferien 1971 bei Porsche) zwar noch „Baujahr 1971“, aber bereits „Modelljahr 1972“. Ein Porsche 911 Ölklappe, der im März 1972 gebaut wurde, ist aber (natürlich)  „Modelljahr 1972“, weil er eben ein Vor-Ferien-Produkt ist. Ganz schön kompliziert.

Model Year oder MY (amerik.) – was bedeutet das beim 911er Porsche

s. hierzu bei „Modelljahr / MJ“.

Monte-Carlo, Rallye Monte-Carlo

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NOS (amerik: „New Old Stock“)

Der Begriff NOS oder New Old Stock (auf deutsch soviel wie „neuer alter Warenbestand“) bezeichnet originale und zeitgenössische Ersatzteile aus der Zeit, in der ein Oldtimer ein Neuwagen oder junger Gebrauchtwagen war. Es handelt sich also nicht um heutzutage produzierte Teile, sondern um alte Ersatzteile, die nie verwendet wurden. Meist sind NOS Teile noch original verpackt in ihrer alten Umverpackung. Je nachdem, wie selten ein NOS-Teil ist, liegen die Preise für solche Teile deutlich über den Preisen von gebrauchten / restaurierten Altteilen oder heute produzierten Neuteilen.

Nummerngleichheit / Nummerngleich (Matching Numbers)

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Ölklappe, Ölklappenmodell – Was ist das?

Die Ölklappe ist ein externer, tankähnlicher Öleinfüllstutzen, der in nur einem Modelljahr (1972) eingebaut wurde. Mehr zur ominösen Ölklappe findet ihr unter „Porsche 911 – Mysterium Ölklappe„.

Originallack / Olack

Wurden früher alte Fahrzeuge häufig bereits restauriert, weil ihre Lackierung nicht mehr so toll war, hat sich in den vergangenen Jahren glücklicherweise eine Tendenz durchgesetzt, die Fahrzeugen mit Patina einen höheren Wert beimisst. Dies gilt im Übrigen auch für den reinen Marktwert der Autos. Ein Porsche 911 mit originaler Lackierung wird heute immer deutlich mehr kosten, als ein „restauriertes“ Auto mit Neulack.

Outlaw / Porsche Outlaw

Der Begriff „Outlaw“ (Gesetzloser) wurde in der Porsche Szene zusammen mit Szenegröße Magnus Walker und einem Dokumentarfilm über ihn („Urban Outlaw“) bekannt. Er berzeichnet klassische Porsche, die optisch und technisch getunt sind. Dabei folgen die Autos nicht klassischen Vorbildern sondern interpretieren diese nur. Spezifische Merkmale wie z.B. duchbohrte Türgriffe oder spezielle Lüftungsschlitze in der Motorklappe sind „Erfindungen“ von Walker und werden vielfach in „Outlaw“-Porsches imitiert.

Pepita Muster / Pepita-Stoff / Hahnentritt

Pepita (im Amerikansichen „Houndstooth“) ist ein schwarz-weiß gemusterter Bezugsstoff, der in den Sechzigern auch in der Bekleidung (Hosen, Röcke, Anzüge) häufig Verwendung fand. mehr

Radkappen für Porsche 911 – Chromradkappen mit Porsche Emblem

Richtige Radkappen gab es ausschließlich für die Chromfelgen der frühen Porsche 911 Modelle. Sie waren immer verchromt, hatten in der Mitte das Porsche Wappen und wurden auf den Stahlfelgen von Lemmerz oder Kronprinz montiert. Die Montage war einfach – die Radkappen wurden lediglich auf die Felge gedrückt und „rasteten“ dann ein. Das Porsche Wappen in der Mitte war mit drei Stehbolzen befestigt, die hinter der Radkappe befestigt waren. Das Wappen gab es „blank“, also farblos in silber und optional in den echten Porsche Farben emailliert. Die Qualität der Radkappen ist in der Regel gut und sie sind recht häufig am Markt zu finden. Problematischer sind die Emaille-Embleme, die häufig (durch Steinschlag oder sonstige Einwirkungen) beschädigt sind.

Radio im Porsche 911 Oldtimer – gibt es das

Es gab verschiedene Radios vom Werk aus. Für die Baujahre bis 1973 waren das fast ausschließlich Mono-Modelle. Es gibt im Porsche 911 F-Modell einen Standard-Lautsprecher, der sich in der Mitte des Armaturenbrettes befindet. Die Soundqualität des Originals ist bescheiden. Mittlerweile wird der Lautsprecher wieder nachgebaut. Die Türen des Elfers haben Lautsprecher-Aussparungen im Blech, die genutzt werden können, um flache Stereolautsprecher zu integrieren. Tipp von Teil der Maschine: Bevor man in eine High-End Stereolösung investiert, mal Experten fragen. Ich habe mein Becker Europa Stereo bislang kaum genutzt (der Motorsound!).

Reifenkompressor

– demnächst –

Schiebedach im frühen Porsche 911

– demnächst –

S-Sitze

s. unter Recaro

Schlummerrollen im Porsche 911

Für die frühen Porsche 911 Modelle gab es noch keine Kopfstützen. Optional konnten Käufer die aus dem Porsche 356 bekannten „Schlummerrollen“ erwerben. Diese Nackenstützen wurden mit zwei Flacheisen im oberen Bereich der Recaro-Standardsitze festgeschraubt. Sie sind original nur schwer zu bekommen. Nachbauten sind erhältlich, aber nicht günstig.

Sitzkonsole

Die Sitzkonsolen werden auf dem Bodenblech montiert und dienen als Befestigung für Fahrer- und Beifahrersitz im Porsche 911. Sie sind im Falle der teuren Recaro Sportsitze recht kompliziert aufgebaut, weil klappbar und als Neuteil nicht mehr zu bekommen. Gebraucht sind sie daher entsprechend teuer.

Skai

demnächst

Sofas im Porsche 911

In der Porsche-Szene werden die Recaro Standardsitze der frühen Porsche 911 Modelle häufig „Sofas“ genannt. Grund ist wohl der völlig fehlende Seitenhalt dieser Sitze – wie auf Omas Sofa eben.

Spoiler

Porsche hat an seinen Fahrzeugen die ersten serienmäßigen Spoiler zur Erhöhung des Anpressdruckes montiert. Der erste Frontspoiler erschien mit dem Porsche 911 S 2.4 im Jahr 1971 (Modelljahr 1972). Der erste serienmäßige Heckspoiler kam kurz darauf am Porsche 911 2.7 RS (s. auch „Entenbürzel“).

Was viele nicht wissen: Der erste Frontspoiler überhaupt debütierte bereits 1953 am VW Käfer und nannte sich „Tiefensteuer“. Die innovative (und im Falle des Käfer höchst unpopuläre) Entwicklung wurde von der deutschen Firma Kamei entwickelt.

Sportsitze

– demnächst –

Standard (Porsche Standard)

Trecker von Porsche.

Stoßstangengewichte

Die frühen Porsche 911 der ersten Baujahre waren so hecklastig, dass Porsche zur Verbesserung der Fahreigenschaften Gewichte in die vorderen Stoßstangen einsetzte. 11 kg Graugruss pro Seite optimierten die Fahreigenschaften des Porsche 911. Später wurden die Gewichte weggelassen und die Gewichtsverteilung mit anderen Mitteln optimiert. Zum Beispiel durch die Platzierung von zwei Autobatterien weit vorn rechts und links in den Kotflügeln.

Super (PORSCHE Super)

Und noch ein Trecker von Porsche.

SWB / LWB

Der Porsche 911 wurde von 1964 bis Sommer 1968 in seiner ursprünglichen Version mit kurzem Radstand von 2211 mm gebaut. Die Amerikaner nennen das „Short Wheel Base“ für „Kurzer Radstand“. Ab dem Modelljahr 1969 wurde der 911 verlängert (LWB = Long Wheel Base). Die Verlängerung des Radstandes auf 2268 mm beim Porsche 911 sorgte für mehr Laufruhe.

SWF – Spezial Werkzeugfabrik Feuerbach (SWF Scheibenwischer)

Von SWF kamen u.a. Scheibenwischer für die frühen Porsche 911 Modelle. Das Unternehmen wurde 1998 von der Valeo Gruppe übernommen – http://www.valeoservice.com

Targa

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Türtaschen (auch Kartentaschen, Door-Pockets, Klapptaschen)

Ablagefächer in den Türen. Bei alten Porsches gab es zunächst ab 1964 echte „Taschen“ aus genähtem Kunstleder, die über die gesamte Türlänge liefen. Diese Türtaschen waren wenig geräumig. Außer einem Handy, einem Portemonnaie oder einer Landkarte lässt sich nicht viel drin verstauen. 1968 wurde das System für ein Jahr auf eine unattraktiv auf die Tür geschraubte feste Tasche umgestellt, in die nicht viel mehr hineinpasste, als in die Tasche der Vorjahre. Schon mit dem Modelljahr 1969 stellte Porsche die Taschenkonstruktion ein weiteres Mal um. Von da an gab es eine aufklappbare „Tasche“ (eher ein Klappfach), die unter direkt unter dem Türgriff montiert war und von einem Gummiband gehalten wurde. Davor gab es eine weitere nicht klappbare Tasche (eher ein Ablagefach), das den Stauraum in der Tür erweiterte. Diese Variante bot zwar einen deutlich größeren Stauraum im Türbereich, war aber anfällig, da der „Gummiband“-Mechanismus schnell ausleierte und die Konstruktion aus Presspappe mit Aluminium-Beschlägen im Alltagsbetrieb schnell beschädigt wurde. Die optisch attraktivste Taschenvariante ist meiner Ansicht nach die Tasche der frühen Porsche-Modelle. Es passt zwar nicht viel hinein, dafür kann auch kein Klappmechanismus kaputtgehen und die Tasche hält fest, was man in sie hineinsteckt.

Verzinkung – Ab wann waren Porsche 911 verzinkt?

Porsche hat sich als einer der ersten deutschen Hersteller mit der Frage beschäftigt, wie Autokarosserien langlebiger gemacht werden können. Die ersten serienmäßig verzinkten Elfer kamen aber erst im Modelljahr 1976 (J-Serie). Vorher experimentierte Porsche nach Aussage vieler Experten mit dem Verzinken einzelner Bereiche. Es finden sich wohl immer mal wieder frühe Elfer mit verzinkten Karosserieteilen.

Wärmetauscher / Edelstahlwärmetauscher

Wärmetauscher sind komplex aussehende Rohrsysteme, die beim luftgekühlten Porsche 911 zwischen Motor und Auspuff geschraubt werden. Sie sorgen dafür, dass es im 911er warm wird – „zweigen“ also Warmluft aus dem Motor für die Heizung ab und transportieren sie durch die Schweller nach vorn Richtung Heizungsregelung. Da die Dinger heftig rosten, werden sie häufig durch Edelstahlwärmetauscher ersetzt, die es seit einigen Jahren im Handel gibt. Die rosten nicht, sind aber (deutlich) teurer als die normalen Wärmetauscher.

Werkzeugtasche

– demnächst –

Whale Tail (amerik.)

Die Amerikaner bezeichnen den großen Spoiler am Heck, der mit dem Porsche 911 Turbo eingeführt wurde und in verschiedenen Ausprägungen auch den „normalen“ Porsche 911 zierte, als „Whale Tail“ (Walfisch-Schwanz). Eine treffende Bezeichnung. Für die frühen Modelle zwischen 1963 und 1973 gab es hinten keinen „Whale Tail“. Auf manchen amerikanischen Autos wurden die Riesenspoiler aber trotzdem nachträglich montiert und sehen häßlich aus.

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