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Porsche Buch Empfehlung – Herbert Linge. Pionier in Pole-Position

Written by hansbahnhof

Porsche. Was muss es für ein Gefühl sein, den Werdegang von Ikonen wie dem Porsche 356 und dem Porsche 911 von Beginn an miterlebt zu haben? Die Antwort auf diese Frage gibt das Buch „Herbert Linge. Pionier in Pole-Postion“ von Frank Wiesner.

Porsche. Was muss es für ein Gefühl sein, den Werdegang von Ikonen wie dem Porsche 356 und dem Porsche 911 von Beginn an miterlebt zu haben? Und zwar aktiv. Als Lehrling, Mechaniker, Kundenbetreuer in den USA, Rennfahrer und Entwicklungsleiter. Die Antwort auf diese Frage gibt das Buch „Herbert Linge. Pionier in Pole-Postion“ von Frank Wiesner.

In einundzwanzig Kapiteln schildert Wiesner den Lebenslauf von Herbert Linge. Ein Mann der ersten Porsche-Stunde. Einer, der beim „Professor“ Ferdinand Porsche als Lehrling startete und im Laufe der Jahre so ziemlich jeden Porsche Job machte, von dem ein technikbegeisterter und begabter junger Mann nur träumen kann. Das ist eine so facettenreiche Geschichte, dass der Autor auf eine historische Gliederung gleich ganz verzichtet. Wiesner greift Themengebiete heraus und schildert sie so, wie Linge das wahrscheinlich beim abendlichen Bier tun würde. Linge und seine Zeit bei Porsche-Importeur Hoffman in den USA. Linge als Double im Porsche von MacQueen beim Dreh von LeMans. Linge bei der Mille Miglia und so weiter.

Autor Wiesner ist zu keiner Zeit objektiver Beobachter der Abenteuer von Linge. Er ist in jedem Satz Bewunderer und Porsche-Fan. Und niemand kann ihm das übel nehmen. Denn die Art und Weise, wie er das Arbeitsleben von Herbert Linge vor dem geistigen Auge Lesers Revue passieren lässt, gibt dem Buch etwas fesselnd Persönliches. Langeweile kommt auch nicht ansatzweise auf. Denn dafür ist die Vita zu spannend, das Themenspektrum zu bunt und die Geschichten aus erster Hand für einen Porsche-Fanatiker einfach zu packend.

Dazu trägt nicht nur die lockere Erzählweise bei, sondern auch die Bildauswahl. Hunderte von zeitgenössischen Fotos zeigen die Entwicklung von Linge und natürlich die Entwicklung der Porsche Fahrzeuge und Rennwagen beginnend mit den ersten Porsche 356 „Alubüchsen“ aus Gmünd bis zur Entwicklung des Porsche 911.

Fazit: Ein Buch, dass bei keinem Porsche Fanatiker fehlen sollte. Ein Buch, das man in einem Rutsch durchliest und anschaut. Schön, dass das jemand aufgeschrieben und bebildert hat.

Herbert Linge. Pionier in Pole-Position
Frank Wiesner
Delius Klasing Verlag
Preis: 32,– Euro

PS: Ich danke der Frau für das schöne Weihnachtsgeschenk

Nachtrag 1.12.2012 – Begegnung mit Herbert Linge im Allgäu – von Ralf

Anbei ein Bild von Herbert Linge, als er einen Teil seiner Bücher „Pionier in Pole-Position“ signierte.

 

 

Ich habe ihn bei der Firma Sportwagen Krämer im Allgäu getroffen als ich mich auf der Fahrt zur Mille Miglia 2011 befand. Dabei war ich so blöd und ließ ein Öllappen im Motorraum an der Seite eingeklemmt. Irgendwann war die Öltemperatur bei 120°C. Was war der Grund? Naja das Lüfterrad hatte kleinste Stückchen aus dem Öllappen gemacht und schön vor den Ölkühler gedrückt. Bevor wir den Ritt über die Landstraßen quer über die Schweizer Alpen wagten half mir die Firma Krämer und während wir auf warteten stellte uns Hr. Krämer Senior „Herbert Linge“ vor.

 

Der erzählte dann von der Mille Miglia 1955, als er am Futa-Pass die Zündung vom 550 Spider wieder trocken legte und dann weiter fuhr um am Ende den Klassensieg zu feiern. Er schilderte auch sehr eindrucksvoll das Wimmern der Räder beim Porsche 917 in Le Mans, weil bei 360 das Auto immer leichter wurde und fast nicht mehr beherrschbar war.

 

Es war einfach beeindruckend mit dem Mann zu plaudern.

 

Der Riss in meinem Öltank welcher der Grund für den Öllappen im Motorraum war, war nach erfolgter Reinigung des Ölkühler quasi Nebensache. Die Passfahrt über den Albula- . Berinapass war einmalig schön und die Mille Miglia wieder ein Erlebnis.

 

 

Am Ende haben meine Begleiter behautet das Ganze sei geplant gewesen, weil so viel Dusel diesen Mann zu treffen kann man eigentlich nicht haben.

 

viele Grüße

Ralf

 

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hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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