Messen und Treffen

Porsche Treffen Dinslaken 2012 – Report

Written by hansbahnhof

„Porsche-Treffen Dinslaken“ darf es wohl aus rechtlichen Gründen nicht heißen, dabei wäre es so treffend. Also heißt es mehr als sperrig: „Internationaler Club Day der Porschefreunde Dinslaken“. Und das war auch 2012 einmal wieder der Startschuss für die neue Porschesaison. Dass dieser Startschuss mittlerweile tausende Fans aus ganz Europa erreicht, war schon früh am Morgen auf der Dinslakener Trabrennbahn zu erkennen. Von „mehreren hundert“ Porsches zu reden wäre definitiv untertrieben. Auch 2012 wurde die 1000 Fahrzeuge-Grenze schnell geknackt und insgesamt wird man 2012 wieder von „mehr als 2000 Porsches in Dinslaken“ reden.

Einziger Wermutstropfen: Das Wetter. Denn nach brüllend heißen Temperaturen 2011 sorgte Porsche-Petrus 2012 für Regengüsse am Morgen und Wolkensonne mit leichter Schwüle danach.

Weniger Urelfer, weniger 356, weniger 914 im Jahr 2012
Gefühlt wirkten sich die Regenschauer am morgen leider auch auf die Menge der teilnehmenden Urelfer aus. War 2011 ein spürbarer Anstieg klassischer Neunelfer der frühen Baujahre zu verzeichnen, so wird sich 2012 Jahr so mancher Urelfer-Eigner die Fahrt nach Dinslaken verkniffen haben. Es hätte ja was nasswerden und rosten können. Schade. Insgesamt meine ich „nur“ etwa ca. 80 alte Elfer plus etwa 20 (echte) Porsche 356 gesehen zu haben.

G-Modelle und später – bitte bedienen Sie sich
Die größte teilnehmende Gruppe stellten wie immer jüngere Porsche Baujahre ab ca. 1990. Hier gab es einen bunten Querschnitt von Serie bis Selten zu sehen. Nicht zu vergessen und auf einem Porschetreffen einzigartig: Haufenweise rotnasige Traktoren mit dem Porscheschriftzug, die laut knatternde Rennbahn-Runden zu Ehren der deutschen Bauernschaft und zur Freude der zahlreichen Kinder drehten. Kein Museum der Welt kann so viel Porsche auf einmal bieten.

Porsche – für jedes Budget
Wer von zu Hause aus etwas Taschengeld mitbekommen hatte, konnte bei den anwesenden Händlern nach einem pasenden Fahrzeug für die eigene Garage suchen. Fürs kleinere Budget lohnte sich das Stöbern in hunderten von Modellautos. Und wem auch das zu teuer war, konnte nach hartem Kampf Snacks jeglichen Aggregatzustandes an Wurst- und Getränkebuden erwerben. Was will Porscheherz mehr. Ach ja – natürlich den traditionellen „Battle of Sound“. Ein Wettbewerb, bei dem es einzig und allen darum geht, wessen Fahrzeug mehr Lärm macht (oder habe ich da was falsch verstanden?). Dinslaken ist jedenfalls der lebendige Beweis dafür, dass Männer immer wie Kinder sind, wenn man ihnen ausreichend Geld und Gelegenheit dafür gibt. Dass zum Battle in diesem Jahr auch rotzfrech ein rotnasiger Porsche Diesel erschien und ordentlich auf zwei Zylindern lärmte, zeigt, dass Dinslaken auch selbstironisch sein kann. Gut so.

In eigener Sache
Eigentlich wollte ich richtig viel filmen. Doch daraus ist nicht viel geworden, weil die Frau und ich dauernd angesprochen wurden und mehrere Stunden mit netten Leuten nett verquatscht haben. Daraus sind so einige neue Kontakte entstanden, die bestimmt auch bald Niederschlag auf Teil der Maschine finden. Gefreut haben mich natürlich insbesondere die vielen hochgereckten Daumen zum Film über Dinslaken 2011 und zu Teil der Maschine ganz allgemein. War schön, Euch kennengelernt zu haben! P.S. Der Film ist natürlich trotzdem bereits in Arbeit…

Fazit: Eine der Veranstaltungen, die zum Pflichtprogramm zu Saisonstart gehören. Eine spannende und  entspannte Veranstaltung für Neulinge in der Szene. Nur hier kann man fast jedes Porsche-Modell „live“ erleben und mal Eigentümer auf ihre Fahrzeuge ansprechen. Wegen des Festival-Charakters durchaus auch etwas für die ganze Familie. Viele Kinder und Hunde gehören in Dinslaken zum Programm. Ich freue mich aufs nächste Jahr!

Fotos: (c) Die Frau – www.schoenerblog.de 

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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