Werkstatt

Projekt #Porschewerkstatt (2) – Was ich vorhabe

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Written by hansbahnhof

Ich möchte eine Porsche-Werkstatt im Stil der sechziger Jahre aufbauen. Geräte, Ausstattung, Deko etc. sollen in ferner Zukunft eine automobile Zeitreise in die Sechziger erlauben. Wer jetzt an reine Deko denkt, liegt falsch. Ich will dort wirklich am Porsche schrauben. Doch bis das mal soweit ist…

Porschewerkstatt. Das heißt für mich insbesondere, dass eine „Flott“ Säulenbohrmaschine aus den Sechzigern (wird noch gesucht!) reingehört. Die Kraft und die Ruhe, die diese großen Industriemaschinen ausstrahlen, hat mich schon als kleiner Junge tief beeindruckt und war der Beginn meiner Liebe zu gutem Werkzeug und Made in Germany-Qualität.

Große grüne Werkstattausrüstung

Neben der Säulenbohrmaschine gehören weitere Sachen in meine Traumwerkstatt. Eine große grüne Werkbank – natürlich gebraucht und gern patiniert (wird noch gesucht!) . Passende Schraubstöcke von „Leinen“ oder einem anderen deutschen Hersteller. Schäferkisten für die Ordnung. Und ein Kleinteileregal oder Schraubenregal aus der Zeit. (wird noch gesucht!)

Außerdem ein Doppelschleifbock, Industrie- oder Werkstattlampen, ein paar Porsche-Rennplakate (aber bloß nicht zu viele), eine zeittypische große Wanduhr (wird noch gesucht!) , Druckluft, Drehstrom (400 V) Aufputzdosen aus schwarzem Bakelit, ein altes Radio, Wasseranschluss, ein Schweißgerät, ein HAZET Assistent Werkstattwagen und – natürlich – eine Hebebühne. Vielleicht von Beissbarth, Consul, Nussbaum oder Zippo (wird noch gesucht!).

Nicht nur Sechziger-Jahre Krams

Einige Porschewerkstatt-Einrichtungsgegenstände werden NICHT aus den Sechzigern stammen. Das gilt insbesondere für Werkzeuge aus meinem Bestand. Zum Beispiel Schraubenzieher, Schraubenschlüssel,  elektrische Maschinen wie Bohrmaschinen, Schleifgeräte und so weiter. Die TDM Porschewerkstatt soll kein Museum werden, sondern eine Art zeittypische Aussbildungswerkstatt für einen einzigen Lehrling. Mich.

Ehe Ihr fragt. Ich plane nicht etwa eine „Man Cave“ mit Billardtisch, Bierkühlschrank und Flachbildfernseher. Das ist nicht mein Stil. Ok – das mit dem Bierkühlschrank revidiere ich eventuell noch.

Und dann auch noch Filmstudio

Um die Sache rund zu machen, soll die TDM Porschewerkstatt eine weitere Funktion erhalten: Sie soll zum Film- und Fotostudio taugen, damit ich Euch zwischendurch präsentieren kann, was ich gelernt habe und welche Fehler ich dabei gemacht habe. Die Herausforderung wird also insbesondere in der Beleuchtung liegen, die deutlich mehr leisten muss, als eine klassische Werkstattbeleuchtung. Eine knifflige Aufgabe.

Die Ausgangssituation

Das Schwierigste, die Werkstatt selber, ist bereits gefunden. Fehlt noch die Werkstattausrüstung. Zum Glück habe ich in vergangenen Jahren zwanghaft gesammelt. In den TDM Kellern befinden sich bereits folgende wichtige Ausrüstungsgegenstände:

  • Eine Unmenge originaler Porsche-Rennplakate für die Atmosphäre. (hier geht´s zum TDM Rennplakate-Film…)
  • Ein Playboy-Jahreskalender aus meinem Geburtsjahr 1966 (optional).
  • Das Werkstatt-Radio: Ein „Schaub-Pirol“ Röhrenradio aus dem Jahr 1955 in dunkelrot im Zustand 2. Das habe ich irgendwann mal bei einem Antiquitätenhändler in Wanne-Eickel gekauft.
  • eine Kaiser Idell Schreibtischleuchte in schwarz, die ich mal gefunden habe und eine weitere Schreibtischleuchte eines unbekannten Herstellers, die mir Wilke (hallo nach Berlin!) mal geschenkt hat. Beide aus den Fünfzigern (?). Beide müssen repariert werden.
  • Werkzeug, das ich in den vergangenen Jahren für das 65er Coupé und den 72er Targa erworben habe: Schraubenzieher, Bohrmaschinen, Flex, Fein Multimaster etc.. Bei den meisten Elektrowerkzeugen werde ich auf Geräte neueren Datums zurückgreifen.

Der Zeitplan

Ein zugegeben neuralgischer Punkt: In wenigen Monaten eine Porsche-Werkstatt im Stil der Sechziger aufbauen? Die Illusion mache ich mir nicht. Ich werde also anfangs improvisieren und viel auch aus Budgetgründen zurückstellen müssen. Träume, auch Werkstattträume, dauern halt manchmal etwas länger.

In Teil 3 von „Projekt #Porschewerkstatt“ erfahrt Ihr ein wenig mehr über die Werkstatt von Innen und ich erzähle von ersten Shoppingtouren auf der Suche nach brauchbaren Werkstatt-Antiquitäten Made in Germany!

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

5 Comments

  • Lieber Ansgar,

    eine wunderbare Idee … es macht riesen Spaß diesen Traum von Ihnen in den nächsten Wochen und Monaten zu verfolgen. Sie werden damit bei vielen „großen Jungs“ voll ins Schwarze treffen. Ich wünsche Ihnen eine spannende und emotionale Zeit auf dem Weg zur eigenen Porsche-Werkstatt im Look der 60er. Auch wenn es zwischendurch mal steinig und anstrengend wird, lassen Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen. Diesen Traum erfüllt man sich nur ein mal richtig im Leben.

    Also, viel Glück und Erfolg beim Zusammentragen und Sammeln, beim Renovieren und schrauben und vor allem, beim berichten von den nächsten Entwicklungsschritte.

    Schönen Sonntag und eine gute Zeit wünscht Ihnen und der Frau

    Joachim

    • Hallo Joachim, ganz herzlichen Dank fürs Daumendrücken und den geteilten Spaß an der Sache. Steinig wird´s. Aber mit netten Kommentaren und treuen Lesern habe ich ja ordentlich Antrieb… Beste Grüße (auch von der Frau) – Ansgar

  • Das ist ja mal eine absolut geile Idee ! (aber ganz ehrlich : der Bierkühlschrank aus den 60igern ist ein Must Have, natürlich gefüllt mit Bügelflaschen !!). Wünsche weiterhin viel Erfolg bei der Jagd auf die noch fehlenden Stücke (meine Flott bleibt aber in meiner Werkstatt;-)),

    Viele Grüße aus dem Taunus
    Hilmar (mit Vespa , Heinkel Tourist und 85iger Targa)

    • Danke Hilmar, die Sache mit dem Bierkühlschrank habe ich mal auf die „Phase 1.1“-Liste geschrieben. Vielleicht klappt es. Bis dahin ist aber noch viel zu tun … – ich werde berichten!

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