Werkstatt

Projekt Zündanlassschloss Porsche 911 S: Folge 3

Bingo. Der Vorabtest war erfolgreich. Die originale Verkabelung vom sechspoligen Stecker Richtung Zündanlassschloss ist ideell wiederhergestellt. Das heißt, ich habe unter Zeitdruck gebraten und gestückelt, dass es jedem Mechatroniker hochkommen würde. Im Unterschied zu meinem italienischen Vor-Elektriker aber mit Unterstützung des originalen Porsche-Schaltplans aus dem Porsche Werkstatthandbuch. Ergebnis. Der S startet nicht mehr nach dem zweiten oder dritten Anlassversuch wie in den letzten zweineinhalb Jahren. Er startet auch nicht nach dem zehnten bis zwölften Orgeln, wie in Schottland. Er startet nach 2 Sekunden. Sofort. Anstandslos. Ohne zu mucken und zu husten. Und er hat wieder ein italienisches Improvisationsersatzteil weniger. Ein wenig werde ich dem eigenwilligen Fiat 500 Zündanlassschloss und dem Vespa-ähnlichen Zündschlüssel hinterhertrauern. Das originale Porsche-Teil beruhigt jedoch schon optisch aufgrund seines deutlich solideren Grundaufbaus.

Am Samstag wird dann – wenn alles gut geht – die Hochzeit von Zündanlassschloss und Lenkradschloss gefeiert. Dem NextG KultTour Event und dem Besuch der Oldtimertreffens auf Zollverein steht also wahrscheinlich nichts mehr im Wege.

Überraschend ist der Effekt, den das neue Zündanlassschloss auf das Startverhalten hat. Bislang hatte ich das zögerliche Startverhalten des 911 S auf die mechanische Bosch-Einspritzung des 2.4 Liter Boxers geschoben. Bosch ist hiermit exkulpiert. Dass der S nicht ansprang, lag von Anfang an am nicht originalen und nicht idealen italienischen Zündschloss. Da haben wir wieder etwas gelernt. Die aktuelle Frickellösung wird im Winter einem vollständigen Neuaufbau der Stecker in Richtung Zündschloss weichen. Noch fehlen mir dafür ein paar Teile. Wie es theoretisch geht, weiß ich jetzt.

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hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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