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Raritätenbörse auf Zeche Carl – Endlich mal wieder richtig Flohmarkt

Written by hansbahnhof

„Guck mal ein Sarotti-M….“ – „SCHATZ!!!!!“ „Guck mal, die Statue eines süßwaren-anpreisenden Koloniebewohners aus den Dreißigern!“ Die Frau und ich sind zufällig auf einem Flohmarkt gelandet. Aber nicht auf irgendeinem …

Flohmärkte haben ihren Reiz ja spätestens mit dem Aufkommen russischer Gasmasken und koreanischer Billig-Elektronik in den Achtzigern für mich verloren. Wir sind auf der  „9. Raritätenbörse“ an der Zeche Carl in Essen Nord gelandet. Mehr durch Zufall und durch einen (Retroalarm) Zeitungsartikel.

Bei subtropischen Temperaturen stehen wir nun staunend zwischen all den wundersamen Dingen, die man eigentlich auf einem Flohmarkt erwartet: Coca-Cola Emaille-Schilder, Tanksäulen aus den Fünfzigern, kuriose Blechschilder, Mercedes-Radkappen, Lambretta-Fähnchen, Nierentische und Spiezlzeugautos. (Fast) alles echt alt und in großen Mengen.

Wir kaufen einen Löwen. Nicht.

Auch wenn die Standbetreiber eher in den Profi-Bereich fallen, haben wir Spaß beim Stöbern. Die Frau möchte den ausgestopften echten Löwen. Der erscheint mir hygienisch bedenklich und zu groß für unser Wohnzimmer. Ich möchte das sechziger Jahre Porsche 911 Blechauto im Maßstab 1:18. Das verhindert der Verkäufer mit seiner Preisansage:  „180,–„. Holla.

Am Nachbarstand gibt es „Gulf“-Aufkleber im Minipizzaformat. „2 Euro“, meint der Verkäufer. „Wie alt sind die denn“, frage ich. Der Verkäufer schaut nach: „2006“. Aha – nicht alles ist also alt, was glänzt.

Nach zwei Stunden Herumlaufen bei 32 Grad haben wir 5 Euro Eintritt pro Nase ausgegeben, an der Verlosung eines (echten) Maggi-Emailleschildes teilgenommen und nichts gekauft. Zu Hause angekommen kniet die Frau mit dem Zollstock vor dem Sofa. Der Löwe hätte doch gepasst. Vielleicht als Fußbank. Hoffentlich ist der nächstes Jahr verkauft.

Raritätenbörse
Zeche Carl
Wilhelm-Nieswandt-Alee 100
45326 Essen
www.zechecarl.de
www.raritaetenboerse.com (Website funtioniert zurzeit nicht…)

 

About the author

hansbahnhof

Unheilbarer Petrolhead seit 1966. Hat begonnen mit Vespa-Motorrollern und dann irgendwann mit Porsche weitergemacht.

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